Digital Cinema Packages erstellen mit DCP-o-matic 2

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Mit DCP-o-Matic lassen sich aus Video-Files DPC-Container erstellen, die dann auf DCP-Server in digital ausgerüsteten Kinos abgespielt werden können. Diese DCPs bestehen hauptsächlich aus getrennt vorliegenden Ton-, Video- und evtl. Untertitel-Dateien in unkomprimierten Formaten, so wird Ton in ein 24-bit-PCM-File (pcm_xxxxx.mxf) und Video als eine JPEG2000-Sequenz konvertiert (j2c_xxxxx.mxf). Weiterhin ist die “Composition Playlist” wichtig (cpl_xxxxx.xml), ein Playlist-File, das alle Media-Elemente für das Package verwaltet.
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Aus der Konvertierung resultiert ein entsprechend grosser Ordner: in meinem Beispiel wurde aus einem 4:19-min-langen Clip eine 3,23 GB grosse Videodatei innerhalb des Containers. MXF-Files (Material eXchange Format) lassen sich normalerweise nur auf den DCP-Servern abspielen oder lokal auch über EasyDCP-Player vom Fraunhofer-Institut. Dieser liegt auch in einer Demo-Version vor, aber die Limitationen sind so extrem, dass eine visuelle Beurteilung nicht möglich ist, zur Kontrolle des DCP-Containers aber ausreicht.
Wichtig ist, im Vorfeld die Spezifikationen mit dem Kino-Betreiber zu besprechen, vor allem in Richtung Daten-Transport: welche Datenträger in welchen Formatierungen werden akzeptiert. MS-DOS-formatierte Datenträger lassen keine Dateien grösser als 2 GB zu und NTFS-Datenträger lassen sich auf dem Mac ohne weiteres nicht beschreiben. Eine Variante wären UDF-beschriebene DVDs (Universal Disk Format), darauf hätte ein Package von einer Filmdauer mit ca. 2:30 min Platz, diese liesse sich einfach auf dem Mac mit einem Super-Drive-DVD-Laufwerk schreiben.
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Um den Container mit DCP-o-matic zu erstellen, muss ein Ort für den Container bestimmt werden, deswegen “New …” im Vorfeld, um den Speicherort zu definieren.

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Das Filmmaterial (“Content”) wird automatisch in die Standard-DCP-Vorgabe (“Flat”) eingepasst, wichtig zu wissen, dass die DCP-Bildgrösse 1998×1080 beträgt, dh. 78 Pixel mehr in der Breite zu normalen 1080p. Dieser Bereich wird von der Software schwarz gefüllt, man muss also keine Anpassungen des eigenen Format machen. Vorrausgesetzt das Material entspricht den HD-Vorgaben mit einem Bildseitenverhältnis von 16:9.

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Die DCP-Details sind unter dem Reiter “DCP” einzusehen, dort unten sollte “Flat” ausgewählt sein. Framerate richtet sich auch nach dem Filmmaterial, allerdings hier nochmal Rücksprache mit dem Betreiber halten, ob 25 fps auf dem Server unterstützt werden. Die Standard-Auflösung liegt bei 2K.

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Das transkodieren (Menü: “Jobs > Make DCP”) benötigt entsprechend Zeit, ein 90-min-Film würde auf professioneller Hardware ca. 10 Stunden brauchen.

nützliche Links:

http://www.hbfilmworks.com/dcp-info.html

http://www.atms-film.de/dcp_umwandlung.html

http://mebucom.de/news-detail/event/dcp-pruefung-ist-sehr-zeitintensiv-.html