Der letzte zum Aufschrauben (MacBook Pro, Mid-2012) {updated}

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Bildschirmfoto 2015-06-15 um 10.56.09

Das MacBook Pro, 13-Zoll, ursprünglich vorgestellt im Juni 2009, kann man so tatsächlich noch neu kaufen. Verschämt vegetiert es noch in einer kleinen, dunklen Online-Ecke, jeden Tag fürchtend, dass der Status der Existenz von grün auf gelb umschlägt.
Irgendwas muss ja noch interessant sein an diesem Laptop, dass er schon 6 Jahre auf dem Markt ist und in Grundzügen nicht wesentlich geändert wurde. Der direkte Nachfolger, 13-Zoll/Retina, hat in diesem Zeitraum immerhin 5 Revisionen hinter sich. Die Unterschiede zum MacBook Pro/Retina sind schnell aufgezählt: noch mit DVD-Laufwerk, noch mit Firewire800-Anschluss, noch mit Ethernet-Anschluss, noch mit konventioneller Festplatte, noch mit wechselbaren RAM und noch mit normalauflösendem Bildschirm. Und ein halbes Kilo schwerer als das schnittige MacBook Pro/Retina. Dafür aber auch 250 EUR billiger.
Neben seinen leichten, scharfen und auch wesentlich schnelleren Geschwistern fühlt es sich tatsächlich wie das letzte seiner Art an, fast klassisch, aber nicht weniger wertig. Ursprünglich ja abgeleitet aus dem UniBody-MacBook, was im Herbst 2008 vorgestellt wurde, somit liegt sein Geburtsdatum noch etwas früher. Dieses Übergangs-Modell existierte nur 8 Monate und hatte kein FireWire und kein SD-Card-Slot an Bord, dies waren auch die wesentlichen Unterschiede zum Pro-Modell.
RAM lässt sich offiziell bis 8 GB ausbauen, inoffiziell bis 16 GB. SSD-Festplatten lassen sich schnell und billig nachrüsten, auch im Zusammenhang mit dem FW800-Anschluss und im Vergleich mit externen Festplatten über USB 3 interessant.
Im Frühjahr 2015 wurden neue Revisionen der Retina-Rechner vorgestellt, mit einem theoretischen Datendurchsatz der SSDs von 1,6 GB/s, praktisch sind es 1,2 GB/s beim Schreiben. Die standardmässige konventionelle Festplatte im MacBook Pro schafft einen praktischen Schreib-Wert von ca. 90 MB/s, also 0,09 GB/s. Dazwischen gibt es also noch viel Spielraum für Verbesserungen, hier werde ich Tests mit intern verbauten SSDs noch nachreichen.

Update 16.6.: Der fehlende Ethernet-Anschluss bei ALLEN MacBook Air und ALLEN MacBook Pro mit Retina-Display führt übrigens dazu, dass der dann notfalls zum Einsatz kommende USB-zu-Ethernet-Adapter das existierende LAN auf niederschmetternde Werte ausbremst: real 3-4 MB/s über AFP und 2-3 MB/s über SMB, das sind Werte, die ein Drittel des realen FastEthernet-Standards entsprechen und FastEthernet war der Standard in den Neunzigern.
Es gibt einen Thunderbolt-zu-Ethernet-Adapter von Apple, der auch Gigabit-Ethernet unterstützt, noch ungetestet.

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