Pirates of the Baltic Sea: Hackintosh the Dell Mini 9

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Laut hackintosh.com ist der DELL mini 9 die technisch bevorzugte Hardware-Basis um ein eigenes Mac NetBook herzustellen, dazu ist mindestens notwendig:

- ein externes USB-DVD-Laufwerk

- eine Mac-OS-X-System-DVD 10.5 (beigelegte System-DVDs zu Macs oder Update-DVDs funktionieren nicht)

- eine Bootloader-CD, die das Starten von der Mac-OS-X-DVD erst ermöglicht und notwendige Patches nach der Installation durchführt

- je nach verwendeter System-DVD_Version ein Update von Mac OS X, mind. auf 10.5.6

- den DELL-EFI-Installer, der das Starten des Systems von der internen DELL-Platte ermöglicht (Bestandteil des Bootloader-ISO-Images)

Und natürlich ein DELL mini 9 (oder Inspiron 910), in meinem Fall ein Modell mit 16 GB SSD für 280 EUR ink. Versand. Dieses Modell wird allerdings nicht mehr gelistet (Stand 3.10.09), das Nachfolgemodell mini 10 wird aber generell sehr ähnlich gehandhabt.
Sehr zu empfehlen ist die Anleitung von GIZMODO. Im folgenden beziehe ich mich auf diese Anleitung, mit der DVD-Laufwerk-Methode, inklusive ein paar Anmerkungen und Bildern von mir. Der Verweis zu der Bootloader-Software Version 8.01 ist allerdings defekt, Google Code bietet das Image aber ebenfalls an: DellMiniBoot123v8.01.iso.zip

0. Bootloader-CD und Hardware

Dieses Image wird einfach über das Festplatten-Dienstprogramm gebrannt, normalerweise sind dort keine weiteren Einstellungen notwendig. Grosser Knackpunkt bei mir war das DVD-Laufwerk, was letztendlich funktioniert hatte, aber ziemlich unregelmässig, was das Starten des Bootloaders anging. Mit viel Geduld und mehrmaligen Anläufen konnte man die Startsequenz von der externen CD irgendwie durchführen. Ich vermute, dass auch die generelle Geschwindigkeit des DVD-Laufwerks eine Rolle spielt, aktuelle Hardware ist hier zu empfehlen (auf http://hackintosh.com/ ist auch eine Methode mit einer XBox als externes Laufwerk im Film zu sehen).

1. Formatierung und Installation

In der ersten Phase wird über den Bootloader gestartet, danach die System-DVD eingelegt und von dieser wiederum gestartet. Ganz wichtig ist die Preparation der internen Platte, diese muss in der GUID-Partitionstabelle formatiert werden, danach wird der normale Mac-OS-X-Installationsprozess durchgeführt.


Achtung: in den letzten Phase der Installation erscheint folgende Fehlermeldung:

Das ist normal.

2. Systempatching und User-Setup

Nach erneutem Systemstart von der Bootloader-CD wird über den Patch-Befehl (-f) die Erweiterungen für essentielle Systembestandteile (WIFI, LAN) eingeschaltet. Dann sollte es mit dem Setup-Prozess für die Einrichtung beginnen. Bei mir wurden vorhandene WLAN-Netzwerke sofort erkannt und der Schreibtisch erschien. Erfolg!

3. Updating und EFI-Installation

Grundlegend kann jetzt schon mit dem System gearbeitet werden, aber der Systemstart von der internen Platte ist noch nicht eingeschaltet, weiterhin fehlen in meinem Fall noch Tonausgabe und der richtige Treiber für den Bildschirm, 800×600 statt 1024×600. Diese Sachen erledigt der EFI-Installer, ebenfalls auf der Bootloader-CD.


ACHTUNG! Diese Software erfordert das Update 10.5.6, falls das nicht vorhanden ist, würde der EFI-Installer das System unbrauchbar machen. In meinem Fall habe ich ein System 10.5.0 installiert und mit dem Combo-Updater (über USB-Stick oder WLAN) auf 10.5.6 aktualisiert. Danach wieder über den Bootloader starten, den EFI-Installer ausführen, neustarten und Daumen drücken. Jetzt muss der Rechner über die interne Platte starten. Ansonsten: siehe Schritt 1.

Falls es jemals ein Netbook von Apple geben wird, wird dieses kaum für 250 EUR zu kaufen sein. In dieser Preisklasse werden die iPod Touch verkauft, die man auch getrost als Ultra Portable Computer bezeichnen könnte. Allerdings haben die keine USB-Anschlüsse, kein Ethernet, keinen SD-Card-Slot und keinen VGA-Ausgang. Netbooks sind einfach eine andere Liga, die sich hauptsächlich über die diversen Netzwerkmöglichkeiten und auch Erweiterbarkeit definiert. Das MacBook Air geht zwar in diese Richtung, allerdings für 1400 EUR an aufwärts. Und die Aussenabmessungen des MacBook Air gestatten auch keine unbegrenzte Flexibilität, der Kompromiss der Netbook-Hersteller (kleiner in X und Y, dafür dicker) ist nachvollziehbar und erfolgreich. Und die Hardware unterscheidet sich inzwischen kaum noch, deswegen ist die Installation von Mac OS X auf der Intel-Atom-Plattform so einfach möglich. Dahin zeigt auch, dass mein System die Hardware als “MacBook Air1,1″ erkannt und eingestuft hat.


Einschränkungen gibt es kaum (noch Probleme mit dem Aufwachen nach Ruhezustand, Bluetooth nicht erkannt), ansonsten ist es ziemlich erschreckend, was alles funktioniert. Sogar die Lautstärketasten und die integrierte Kamera. Die grafische Darstellung im Finder ist flüssig, das Starten und Wechseln von Programmen geht sehr schnell, wesentlich besser als bei meinem PowerMac G5. Prozessor-intensive Aufgaben sind allerdings entsprechend langsamer, ungefähr 60 Prozent der Leistung gegenüber dem PowerMac (Konvertieren eines Movies im QuicktimePlayer).
Die Batterielaufzeit betrug bei durchgängiger normaler Nutzung ca. 3,5 Stunden (Web, Internet-Radio, MOV und FLV), das ist durchschnittlich. Ebenso der Speicherplatz, das System nimmt ziemlich genau die Hälfte der SSD-Kapazität ein, dafür kalkuliere ich mit mehr Robustheit gegenüber normalen HDDs. Traumhaft finde ich den integrierten SD-Card-Slot und den VGA-Anschluss. Lautstärke des Gerätes ist Null, obwohl es nicht lüfterlos ist.
Manko: die Tastatur, keine Freude bei der Navigation durch das System oder bei längeren Texten.

weitere Links:

DELL Forum, Netbook-Installer

DELL Forum, OS X Discussion

Mac Minimalist

fscklog- Erfahrungsbericht