Automatische Programm-Beendigung in OS X

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In Mavericks verwenden mehrere Apple-Programme das Feature “Automatic Application Termination”: AppStore, Apple Configurator, Automator, Digitale Bilder, DVD-Player, Erinnerungen, FaceTime, iBooks, iMovie, iPhoto, Karten, Kontakte, Notizen, PhotoBooth, QuickTime Player X (QT Player 7 nicht!), TextEdit und Vorschau.
iTunes, Nachrichten, Mail, Safari und Kalender verwenden dieses Feature wegen funktionsbedingter Hintergrundprozesse nicht.
Die automatische Programmbeendigung ist ein Zugeständnis an diejenigen, die zu jedem Programm ein offenes Fenster erwarten. Sprich Windows-Nutzer.
Mac-Systeme benutzen traditionell, schon seit System 6, ein eigenes Fenster-Paradigma als Microsofts Windows. Es bedeutet, dass Oberfläche (Fenster) und Applikation (Funktion) getrennt voneinander existieren, die notwendige System-Übersicht erzielt man mit CMD+TAB.
Mit “Automatic Application Termination” bekommen die meisten Apple-eigenen Programme das Windows-Feeling: Fenster geschlossen, Programm beendet. Testen lässt sich das mit den obengenannten Programmen: Fenster schliessen, in ein anderes Programm klicken, Dock-Programm-Symbol verschwindet.
Keine grosse Sache, allerdings mit einem grossen Haken: TextEdit.
TextEdit ist, jedenfalls für mich, ein Produktions-Tool. Die Verwirrung, nach jedem geschlossenem Fenster das Programm neu zu starten, sollte nicht mehr sein.
Mit folgenden Befehl kann man die “Automatische Beendigung” ausschalten:

defaults write -g NSDisableAutomaticTermination -bool TRUE

Logout erforderlich. Merkwürdig ist, dass TextEdit als Prozess im Activity Monitor verbleibt. Bei den Systemwerkzeugen wie Terminal, MIDI-Setup oder Konsole kommt Automatic Termination ebenfalls nicht zum Einsatz. Bei anderen schon, wie Festplattendienstprogramm oder Airport Utility. Diese Inkonsequenz gestaltet die Übersicht über das laufende System schwieriger als nötig.

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